Montag, 29. September 2008

Nacirons Vampire - Blutlinie


Pressestimmen
Leseprobe
Es gibt die Epochen der Sterblichen, Epochen des Fortschritts, der Entwicklung. Doch fern der Welt in allen Epochen liegt die Dunkelheit, die den Kindern der Nacht gehört. Götter unter uns. Und darin schwebt der sterbliche Unsterbliche – Naciron unter den Göttern, Hilo unter den Sterblichen. Darum sei die Feder mein Schwert, die Nacht mein Tag und meine Göttin die Herrin meines Herzens.

Hauptpersonen
Natürlich verwebt der Autor die Geschichte auch in seinem zweiten Buch, um den inzwischen „sterblichen Unsterblichen“ Hilo – besser gesagt Naciron. Naciron begegnet uns nun aber mutig und heldenhaft und ist über seine „menschlichen“ Schwächen, die ihn im ersten Band noch etwas ungewandt wirken ließen, hinaus gewachsen. Auch im zweiten Teil der Vampirreihe hat er eine Menge Aufgaben zu bewältigen, um dann am Ende den verdienten Preis für seine Mühen zu bekommen.

Auch die Vampirfürstin Aliana ist wieder mit von der Partie und scheint aber längst nicht mehr so unnahbar zu sein, wie noch im ersten Teil. Dort wurde immer wieder deutlich, wie sehr Hilo Aliana braucht – im zweiten Teil wird nun klar, dass diese Beziehung auf absoluter Gegenseitigkeit beruht! Aber auch in diesem Teil sehen wir Aliana in den unterschiedlichsten Rollen – nicht zu Letzt in der einer „schwarzen Witwe“, die gekonnt ihr Netz um ihre Feinde und Freunde spinnt und im Laufe der Geschichte die Falle zuschnappen lässt.

Ein alter Bekannter ist auch der Wolf Ethrel, der einstmals an der Seite von Alianas verbanntem Ehemann und Widersacher Kalai kämpfte und sich nun an der Seite von Aliana selbst wieder findet. Er genießt das uneingeschränkte Vertrauen der Vampirfürstin. In den Augen von Naciron hingegen, ist der meist zornig dreinblickende Wolf nach wie vor nicht vertrauenswürdig. Wer von beiden in Bezug auf Ethrel eine harte Lektion lernen muss steht noch aus.

Ein weiterer Charakter ist Vlad Tepes - eine historische Person, die sich durch das Pfählen ihrer Opfer einen unrühmlichen Namen machte. Deswegen überrascht es wenig, dass Tepes auch in der Handlung des Autors keine „gute Figur“ macht. Durch ein Sakrileg wird er zum Vampir und denkt nicht eine Sekunde daran, sich an die Gesetzte und Regeln der Vampirhäuser zu halten. Er vertritt die Meinung, wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn! Und damit erklärt er der ganzen Welt den Krieg – den Menschen und den Vampiren.

Meine Meinung 
Was dem Autor in seinem ersten Teil der Vampirreihe „Nacirons Vampire“ gelungen ist, schafft er auch mit seinem zweiten Buch „Blutlinie“. Eine fiktive Handlung in einen wahren historischen Hintergrund zu packen und dem Leser keinen Zweifel daran zu lassen, das sich alles genau so zugetragen hat; Verzeihung: zugetragen haben „könnte“.

Der Autor macht bei seiner kleinen Geschichtsexkursion durch das Buch fast schon einen Sprint durch die Zeiten, wobei sich einzelne Puzzleteile erst nach und nach zu einem Bild ergeben – der Autor also erst später das Geheimnis lüftet, wie genau jene Teile mit dem Rest der Geschichte zusammen hängen.

Dem historisch weniger versierten Leser wird der Einblick in die europäische Geschichte an manchen Stellen sicher etwas langatmig erscheinen. Der historisch begeisterte Leser, zu denen ich mich selbst zähle, kommt aber uneingeschränkt auf seine Kosten. Vor allem der Ausflug in die Geschichte der Templer hat mir dabei persönlich gut gefallen.

Die Verschmelzung des fiktiven Handlungsstranges mit den historischen Begebenheiten, der uns an einem weiteren Lebensabschnitt der Titelhelden Hilo und Aliana teilhaben lässt, liest sich spannend und glaubhaft. Neben den „alten“ Bekannten aus dem ersten Teil (wie Alianas Bruder Gideon) lernen wir neue Gegner, aber auch Randpersonen des ersten Buches, kennen.

Der beibehaltene Ich-Erzählstil aus Sicht von Hilo, der vielleicht anfangs etwas gewöhnungsbedürftig angemutet hat, trägt nun den Leser durch das Geschehen und beflügelt dazu noch dessen eigene Fantasie. Der Autor hat es wieder geschafft seine Handlung und seine Charaktere derart zu Formen, dass der Leser das Gefühl hat direkt am Ort des Geschehens teilzuhaben.

Wer glaubt er könne Teile oder gar das Ende voraussehen, der ist dem Autor aufs Glatteis gefolgt. Soviel sei verraten, am Ende treffen wir bekannte Gesichter und dennoch ist alles ganz anders, als es auf den ersten Blick scheinen mag.

Einziges Manko (wie auch schon im ersten Teil) sind die zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler.

Ein besonderes Gimmick ist die Beschreibung des schwarzen Brautkleides, das wir im letzten Kapitel finden; was sich aber auch bei genauer Betrachtung des Covers wieder findet. Der Autor hat das Brautkleid dort bereits eingeschmuggelt. Auch beim zweiten Teil hat es sich der Autor nämlich nicht nehmen lassen das Cover wieder selbst zu gestalten, was meinen besonderen Respekt verdient!

Wer dabei wen heiratet ist vielleicht das Einzige, was von den ersten Zeilen des Buches (wenn nicht sogar schon vorher) klar ist.

Und dennoch lässt der Autor auch in diesem Teil der Geschichte Fragen offen, so dass dem Leser wieder nichts anderes übrig bleibt, als auf den nächsten Band zu warten!

Fazit 
Auch die Fortsetzung der Vampirreihe rund um Naciron und Aliana ist absolut empfehlenswert, natürlich für denjenigen, der sich auch Band 1 nicht entgehen lassen hat.

Eine auf historische Tatsachen beruhende Chronik, in die der Autor mit viel Spannung und Schöpferkraft die Geschichte der Vampire und Tempelritter verwebt hat.

Absolut Lesenswert!


Zu guter Letzt 
Lieber Autor,
wir wollen noch mehr von Dir lesen!
Dein persönlicher Fan,
TimeForFantasy.de :)
--timeforfantasy.de, Stand 26.08.2008


Kurzbeschreibung
Im zweiten Teil der Saga um Naciron und Aliana wird ihre Geschichte weitergeführt und die Hintergründe der Blutlinien und der Templer beleuchtet.

Das Haus Baphomet wurde von Vasallen um Hilfe in der Walachei gebeten, und die Vampirfürstin Aliana untersucht mit ihrem menschlichen Begleiter Naciron die mysterösen Geschehnisse.

Sie können nicht ahnen, dass die Vorfälle die Ordnung der Häuser in Gefahr bringen und die Welt der Dunkelheit über Jahrhunderte beeinflussen.

Vieles was bereits im Licht lag, muss neu betrachtet werden...

Leseprobe
Sie schaute mir tief in die Augen, ich war gebannt und selbst wenn ich gewollt hätte, ein Abwenden war nicht möglich. Ein Gefühl, ungeheuer machtvoll und herrlich, schlug meinen Körper. Es war, als bliebe ich als Hülle stehen, doch sackte von der Außenwelt unbemerkt mein Inneres in Gänze zum Erdmittelpunkt. Ich wurde auf den Kern meiner Selbst fokussiert, bestand für den Augenblick aus meinem Blick und meinem verzauberten Lächeln, darüber hinaus kraftlos, schwach und verletzbar. Ihre Augen hatten jeden menschlichen Schutzwall niedergerissen, auch wenn dies nicht aufzufallen vermochte, war ich verloren. Ich hatte der Liebe ins Antlitz geblickt. Ich lebte den Moment, lebte in diesem Moment, der Sekunden dauerte, für mich aber mehr als meine gelebten Jahrhunderte der Ewigkeit entsprach. Wenn ein Geschöpf uns dergleich anblickt, diese Kraft dabei auf uns prallen lässt, gehört ihm unser Herz.



Im Handel unter der ISBN 978-3-8370-1184-5 erhältlich.


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